Mobil bleiben im Alter: Welcher Rollator ist der richtige?

Der Rollator setzt sich zumeist aus einem Metallrahmen mit vier Rädern und zwei Handgriffen an den oberen Enden, an den Senioren die Gehhilfe lenken, zusammen. Zubehör, wie eine Sitzfläche, Einkaufs-/Aufbewahrungskorb, Taschen, eine Gehstockhalterung oder Vorrichtung für einen Schirm, machen den Rollator zum perfekten Begleiter im Alltag.

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Welche Rollatoren gibt es?

 

Standard Rollator

Der Rahmen eines Standard Rollators besteht in der Regel aus Stahl. Dadurch ist er mit einem Gewicht von 10 – 12 kg zwar etwas schwerer, aber dafür sehr stabil und belastbar. In der Grundausstattung sind vier Räder, Handbremsen, Sitz, Korb, Stockhalter, höhenverstellbare Griffe und Reflektoren enthalten. Der Rollator lässt sich außerdem mit zahlreichen Extras bestücken.

 

Indoor Rollator

Ein Indoor Rollator ist speziell für den Gebrauch zu Hause in den eigenen vier Wänden gedacht und dementsprechend angepasst. Er ist besonders schmal, wendig und leicht, damit man sich problemlos zu Hause bewegen kann. Der Rollator trägt zur Sicherheit Zuhause bei und unterstützt dabei ein eigenständiges Leben zu führen.

 

Der Leichtgewicht Rollator

Wie schon der Name verrät, ist der Leichtgewicht Rollator besonders leicht. (5 – 8 kg) Der Rollator ist meist aus leichtem Aluminium oder Stahlrohren gefertigt und ist trotz seines leichten Gewichtes stabil und robust. Die Leichtgewicht-Rollatoren sind meist faltbar und dadurch leicht zu transportieren.

Beim Schieben wird nur ein geringer Kraftaufwand benötigt, weshalb er sehr gut für den alltäglichen Gebrauch geeignet ist. Bordsteinkanten und Treppen können damit auch ganz leicht überwunden werden.

 

Outdoor Rollator

Wenn Sie gerne draußen in der freien Natur unterwegs sind, ist ein Outdoor Rollator die richtige Wahl. Ein solcher Rollator ist für unbefestigte, unebene Wege mit großen Rädern ausgestattet. Die Reifen eignen sich für Fahrten über Stock und Stein und bieten sehr hohen Fahrkomfort. Als weiteres Unterscheidungsmerkmal zu anderen Gehhilfen sollte ein Rollator für draußen eine hohe Stabilität aufweisen. Je nach Modell lassen sich die Rollatoren bei Bedarf auch platzsparend zusammenklappen.

 

Spezial Rollator für Personen mit Demenz, Parkinson oder Schlaganfall

Dieser Rollator ist mit einem reversiblem Bremssystem ausgestattet und kann nicht ungewollt wegrollen. Der Rollator wird dauerhaft gebremst und kann nur durch aktives „starten“ bewegt werden. Das reversible Bremssystem erleichtert Personen mit neurologischen Erkrankungen bzw. altersbedingten Gangbildveränderungen die Koordination. 

 

Unsere Rollatoren im Online-Shop

 

Welcher Rollator für welchen Zweck?

Bevor Sie sich für einen bestimmten Rollator entscheiden, sollte man sich die Frage stellen, wofür der Rollator tatsächlich gebraucht wird.

  • Für kurze Strecken innerhalb der Wohnung reicht ein Standardmodell. Dient der Rollator auch zum Transport, wäre eine Vorrichtung wie ein Tablett praktisch.
  • Wenn der Rollator zum Einkaufen gehen benutzt wird, sollte ein Einkaufskorb oder eine Einkaufstasche angebracht werden.
  • Wird der Rollator für Spaziergänge eingesetzt, sollte eine Sitzfläche vorhanden sein damit man sich für kurze Pausen ausruhen kann.
  • Der Rollator sollte leicht zu schieben sein – achten Sie daher auf das Gewicht.
  • Wenn Sie den Rollator im Auto transportieren möchten, sollte dieser leicht faltbar sein.

TIPP: Egal, für welches Modell Sie sich entscheiden: Lassen Sie sich auf jeden Fall auch in unserem Sanitätshaus beraten und testen Sie verschiedene Modelle. Ein Rollator muss sich perfekt an Sie anpassen und nicht umgekehrt. 

Zubehör und Extras

Die meisten Modelle lassen sich durch Extras ergänzen. Überlegen Sie sich am besten bereits vor dem Kauf Ihres Rollators, welches weitere Zubehör für Sie in Frage kommen könnte.

Wenn Sie zum Beispiel den Rollator draußen verwenden und damit auch zum Einkaufen gehen, bietet sich ein zusätzlicher Korb oder eine Stofftasche am Rollator für die Einkäufe oder die eigene Handtasche an. Viele Modelle sind bereits mit einem Korb oder einer Tasche ausgestattet. Achten Sie bei der Auswahl des Rollators unbedingt auf die maximale Belastbarkeit des Korbes. Außerdem sollte er leicht abgenommen bzw. angebracht werden können.

Ein weiteres, praktisches Zubehör ist eine Gehstockhalterung an der Seite. Diese ist besonders hilfreich für Nutzer, die kleinere Wege ohne den Rollator zurücklegen wollen. Da die Stockhalterungen oft für unterschiedliche Stockgrößen konzipiert sind, müssen Sie testen, ob Ihr eigener Gehstock richtig passt.Für Personen mit Arthritis ist eine Unterarmauflage am Rollator vorteilhaft. Bei Rollatoren für den Innenbereich eignet sich ein zusätzlich angebrachtes Tablett.

Dieses Zubehör ist ebenfalls nützlich:

  • Rollatorschirm
  • Schirmhalter
  • Handwärmer
  • Regencape
  • Flaschenhalter
  • Rollatorschloss
  • Klingel

 

Worauf muss ich beim Kauf eines Rollators besonders achten?

Die Bremse / Feststellbremse

Die Bremse ist das wichtigste Element. Sie verhindert das Wegrollen beim Sitzen und einen sicheren Stand bei Stopps. Außerdem ist sie auch für das Überwinden von Hindernissen von entscheidender Bedeutung. Da die Bremse nicht beim Stand, sondern auch während der Fahrt benutzt wird, sollte der Bremshebel leicht zu erreichen sein. Achten Sie ebenso darauf, dass die Feststellbremse mit einer Hand bedient werden kann.

 

Handgriffe

Wählen Sie, ergonomische und sichere Handgriffe. Bei unbequemen Handgriffen können sich über längere Zeit Druckstellen oder Blasen an den Handinnenflächen bilden. Diese machen die weitere Benutzung des Rollators quasi unmöglich.

 

Die Bereifung eines Rollators

Ein gutes Profil bietet auf rutschigem und glattem Untergrund eine gute Haftung und damit Sicherheit. Sehr harte Plastikrollen sind eher ungeeignet, da diese weder Stöße auf unebenem Untergrund dämpfen, noch guten Gripp bieten. Kleine Räder machen den Seniorenrollator wendiger, mit großen Rädern läuft es sich leichter und es lassen sich Unwegsamkeiten besser überwinden. Viele Rollatorhersteller bieten Wechselräder an. So kann man je nach Untergrund und Begebenheit (Innen / Außen / Unebene Wege) den richtigen Radsatz wählen.

 

Belastbarkeit

Bei einem Körpergewicht ab 120 kg sollten Sie darauf achten, ein für dieses Gewicht ausreichendes Modell zu kaufen. Bis zu einem Gewicht von 80 Kilo sind alle Rollatoren geeignet.

 

Wie stellt man die Griffe beim Rollator richtig ein?

Sobald Sie den richtigen Rollator gefunden haben, sollte dieser optimal angepasst werden. Hierbei geht es zum einen um die Laufhaltung des Nutzers und zum anderen, um eine optimale Sturzprävention.

In vier kurzen Schritten ermitteln Sie die richtige Griffhöhe:

Stellen Sie sich aufrecht an Ihren Rollator (Auf der Höhe der Hinterräder sollten sich die Fußknöchel befinden)

  1. Lassen Sie Ihre Arme locker hängen
  2. Die Griffe des Rollators sollten nun auf Höhe Ihrer Handgelenke sein
  3. Sie sollten die Griffe nun mit leicht gebeugten Armen locker umfassen können

 

Wie geht man richtig mit einem Rollator?

Achten Sie beim Gehen am Rollator auf eine aufrechte Haltung und halten Sie den Abstand zwischen Rollator und Ihrem Körper möglichst klein um die beste Unterstützung und maximale Sicherheit zu erlangen. Richten Sie Ihren Blick nach vorne und nicht nach unten. Achten Sie darauf den Rollator nicht mit großem Abstand vor sich herzuschieben. Dies kann zu Stürzen und Fehlbelastungen führen.

 

 

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Rollator?

Bei medizinischer Notwendigkeit, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Rollator. Für Sie fällt lediglich ein Selbstbehalt an. Entscheiden Sie sich für ein höherwertiges, teureres Produkt, so müssen Sie die Differenz selbst tragen. Die Voraussetzung für eine Kostenübernahme ist ein Rezept, welches Ihnen ihr Hausarzt bei Bedarf ausstellen kann.

 

Schritt 1: Informieren

Voraussetzung für eine Verschreibung ist natürlich, dass der Mediziner den Bedarf einer Gehhilfe feststellt. Vereinbaren Sie einen Termin, setzen Sie sich jedoch schon vor Ihrem Termin mit dem Thema Rollator auseinander. Soll es ein besonderer Rollator mit etwas mehr Komfort sein, oder reicht vielleicht auch eine Standardausführung bzw. ein universal einsetzbares Modell? Rufen Sie uns an oder kommen Sie direkt in eine unserer Filialen und lassen Sie sich persönlich von unserem Fachpersonal beraten. Wir helfen Ihnen einen Rollator zu finden, der zu Ihnen und ihren Bedürfnissen passt. Besprechen Sie Ihre Auswahl dann mit Ihrem Arzt.

 

Schritt 2: Rezept für Rollator ausstellen lassen

Je detaillierter die Angaben vom Arzt, desto besser. Bei Bedarf kann Ihr Arzt Sie bei der Wahl eines geeigneten Rollators unterstützen und Empfehlungen aussprechen.

 

Schritt 3: Rollator im Fachhandel oder online bestellen

Haben Sie sich gemeinsam mit ihrem Arzt für das Standardmodell entschieden, kommen Sie zu uns in die Filiale und geben Sie das Rezept dort persönlich ab. Wir verrechnen direkt mit allen Krankenkassen. Haben Sie sich für ein bestimmtes hochwertigeres Modell mit Hilfsmittelnummer entschieden, welches auf dem Rezept entsprechend vermerkt wurde, bekommen Sie einen Zuschuss von der Krankenkasse und müssen die Differenz zum Rechnungsbetrag selbst tragen. Der Krankenkassenzuschuss variiert von Kasse zu Kasse. Wir informieren Sie gerne, welche Kosten von Ihrer Krankenkasse übernommen werden. 

Eine breitere Auswahl an Rollatoren und Rollmobilen finden Sie in unseren Filialen. 

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